| Zum Mitnehmen |
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| Football Manager 26 auf PS5 bietet eine dichte Fußballsimulation, leidet jedoch unter einer verwirrenden Benutzeroberfläche und einem Gameplay, das nicht optimal an den Controller angepasst ist. |
| Grafiken der Spiele, die hinter den Erwartungen zurückbleiben, und Ruckeln während der Highlights beeinträchtigen die Benutzererfahrung. |
| Der Wechsel zur Unity-Engine bringt Bugs und gelegentliche Abstürze mit sich, trotz Versprechen von Patches. |
| Das taktische Herzstück und die Datenbank bleiben bemerkenswert, doch ihr Wert wird unter einer frustrierenden Ergonomie begraben. |
| Die Integration des Frauenfußballs ist gelungen, aber einige wichtige Optionen fehlen zum Start noch. |
Nach einem Jahr Wartezeit und einer ambitionierten technischen Neuausrichtung erscheint Football Manager 26 auf PS5 mit dem Nimbus eines lang erwarteten Neustarts. Die Versprechen sind zahlreich, von der Überarbeitung der Benutzeroberfläche über die erneuerte 3D-Engine bis hin zur erweiterten Integration der Wettbewerbe. Dennoch zeigt der Test der Videospiel-Version für Konsole eine klare Kluft zwischen Absicht und Umsetzung. Die Grundlage der Fußballsimulation bleibt beeindruckend, doch die Benutzererfahrung leidet unter einer mühsamen Navigation und Spielverzögerungen. Auf dem Konsolenparkett strebt die Reihe nach Offenheit, stößt jedoch auf ergonomische und Performance-Hürden.
Der Praxistest konzentrierte sich auf die PS5-Version, bei der sich die Anpassung von Controller und Menüs bewähren sollte. Taktikfans finden weiterhin eine Fülle an Daten und taktischer Detailfülle, doch die Enttäuschung setzt bereits in den ersten Stunden ein. Ein Paradoxon zeigt sich: Das Kernstück bleibt reizvoll, während die technische Umsetzung und die Benutzeroberfläche den Spielspaß trüben. Das Ergebnis ist im Kontext eines komplexen Wechsels zur Unity-Engine zu sehen, der Ruckler erklärt, aber nicht entschuldigt. Die Herausforderung liegt nun in der Fähigkeit der Patches, die Saison wieder auf Kurs zu bringen.
Test von Football Manager 26 auf PS5: ein schwieriger Neustart trotz intakter Basis
FM beherrschte lange das Sportmanagement dank einer riesigen Datenbank, präzisen statistischen Modellen und einer feinen Analyse des modernen Fußballs. Football Manager 26 bildet da keine Ausnahme. Rekrutierungs-Module, Nachspiel-Analysen und Leistungsberichte bleiben exzellent. Dennoch wirkt der erste Eindruck auf der PS5 entmutigend. Menüs sind ausladend, Informationsschichten überlagern sich und die Navigationslogik verliert sich mit dem Controller.
Der Wechsel zur Unity-Engine sollte alles modernisieren. In Wirklichkeit bedeutet er eine Eingewöhnungsphase. Technisch gesehen sind Wartezeiten nicht das Hauptproblem. Vielmehr sind es die Ruckler in den 3D-Highlights, die bei Regen stärker auftreten, sowie sporadische Abstürze. Das Grafikpaket erinnert an eine frühere Generation, was eine Diskrepanz zu den erwarteten visuellen Standards für Konsolen 2026 offenbart.
Ein fiktiver Klub, Montreuil Atlantique, wurde der KI-Trainersteuerung mit einfachen Vorgaben anvertraut: hohes Pressing, offensive Breite und schnelle Übergänge. Die Vorbereitung läuft gut. Dagegen sorgen die Taktik-Menüs für viele kleine Ladepausen und Hin- und Herschalten. Der Nutzer verbringt mehr Zeit mit Suchen als mit Entscheiden. Das Gefühl von Kontrolle, essentiell für ein Videospiel dieser Art, bröckelt.
Besonders frustrierend ist der Kontrast. Der Kern bleibt von sehr hoher Qualität. Aufgaben der Scouts, Teambindung und individuelle Entwicklung liefern stimmige Ergebnisse. Doch jeder Anpassungsschritt erfordert mehrere unnatürliche Controller-Handgriffe. Der mit dem linken Stick aktivierbare Cursor verbessert das Handling etwas, offenbart aber eine zu direkte Umsetzung der PC-Version.
Diese Diskrepanz schürt die Enttäuschung. Die Ambitionen sind sichtbar, das Gerüst stabil und die DNA der Reihe intakt. Leider fehlt es der Konsolenversion an gezielten Feinjustierungen. Fans werden ihre favorisierte Simulation wiederfinden, müssen aber mit einer uneinheitlichen Ergonomie leben. Das Missverhältnis zwischen Versprechen und tatsächlicher Nutzung zeigt sich bereits beim Anpfiff.
Unterm Strich wirkt der Neustart erzwungen: Das Team hat sich auf dem Spielfeld präsentiert, doch die Automatismen sind noch nicht eingespielt.
Benutzeroberfläche und Nutzererfahrung auf PS5: eine Ergonomie, die die Strategie bremst
Die Benutzeroberfläche von Football Manager 26 wurde grundlegend verändert. Sie zeigt nun mehr Informationen gleichzeitig auf dem Bildschirm, mit kontextuellen Panels und gestapelten Tabs. Auf dem PC ergibt die Informationsdichte mit der Maus Sinn. Auf der PS5 verlangt der Controller eine andere Grammatik. Navigation mit Triggern und Steuerkreuz wirkt unpräzise. Der Cursor-Modus bietet einen Kompromiss, bremst aber den Entscheidungsfluss.
Die visuelle Überladung erschwert alltägliche Aufgaben. Eine eingeschränkte Ziel-Liste zu erstellen, erfordert mehr Schritte als bei den vorherigen PC-Versionen. Der Zugang zu erweiterten Daten (xG, Pressing-Sequenzen, Empfangszonen) funktioniert zwar, verlangt aber Umwege. Über eine Saison hinweg summieren sich diese Reibungen zu Minuten, die sich in Stunden verwandeln.
Der Testklub Montreuil Atlantique sollte einen Außenverteidiger verpflichten. Der Sportdirektor schlug drei Profile vor. Um Gehälter, Boni und Fehlzeitenhistorie zu vergleichen, öffnete der Nutzer vier Bildschirme. Dann kehrte er zur Datenzentrale zurück, um einen Ausdauerwert zu bestätigen. Die Controller-Steuerung wirkt wenig intuitiv. Das Resultat: Entscheidungsfindung verliert an Spontaneität.
Es gibt zwar Barrierefreiheitsoptionen, doch diese bleiben unauffällig. An Bildschirmgrößen angepasste Schriftarten helfen. Kontrast und Shortcut-Belegung könnten aber vordefinierte Konsolen-Presets vertragen. Ein „vereinfachter Navigationsmodus“ mit kontextuellen Menübändern könnte die Handhabung erleichtern. Aktuell übersteigt die kognitive Belastung die Erwartungen der Konsolenspieler an ein Videospiel-Management.
Hier die größten Reibungspunkte im Test:
- Überlagerung der Panels, die Schlüsselinformationen ertränkt und Prioritäten verwässert.
- Unübersichtliche Menüführung mit zu vielen Unter-Tabs für einfache Aktionen.
- Cursor am Stick hilfreich, aber Zeichen einer Tastatur-Maus-Umbesetzung.
- Leistungsfähige Suchfilter, die an der Controller-Konfiguration slow sind.
- Haptisches Feedback unzureichend genutzt, obwohl es die Benutzererfahrung leiten könnte.
Trotzdem ist die Oberfläche nicht hoffnungslos. Mit gezielten Patches, kontextuellen Shortcuts und kürzeren Aktionswegen würde das Potenzial wieder aufscheinen. Im Moment bremst das Werkzeug die Strategie, was die Logik eines effektiven FM umkehrt.
Zusammenfassend ist der Wunsch, alles darzustellen, nachvollziehbar, doch der Controller verlangt klare Entscheidungen: weniger Bildschirme, mehr Klarheit, bessere Kontrolle.
Gameplay und Fußballsimulation: Die Tiefe ist da, aber gedämpft
Das Gameplay von Football Manager 26 bleibt außergewöhnlich reichhaltig. Spielpläne beruhen auf modernen Prinzipien: koordiniertes Pressing, rationale Nutzung der Halbräume und wechselnde Auslöser in Übergängen. Die Wochenintensitätssteuerung zeigt glaubwürdige Auswirkungen auf die Ermüdung. Kognitive Spielerprofile beeinflussen die Weisungen. Ein kreativer Spielmacher etwa erhält mehr Freiheit zwischen den Linien.
Die Rekrutierungsabteilung beeindruckt weiterhin. Fortgeschrittene Indikatoren bringen die Simulation dem Spielfeld näher. Ein Flügelspieler mit hohem xThreat beeinflusst das Spiel auch ohne Torbeteiligung. Dieses Eintauchen bleibt stark. Doch der Zugang zu wichtigen Hebeln kostet Zeit, denn die Benutzeroberfläche verlängert den Weg der Anpassungen. Taktische Entscheidungen gehen in der Mikro-Navigation unter.
Der Frauenfußball integriert sich flüssig. Die wichtigsten Ligen fügen sich reibungslos in die Karriere ein. Progressionsmodelle der Spielerinnen bieten interessante Verläufe. Das Gefühl gerechter Behandlung beruhigt. Doch einige Nebenfunktionen, beispielsweise internationale Optionen zum Start, fehlen noch. Dieser Aspekt dürfte einen Teil der Community enttäuschen, besonders nach dem Aufschwung des Frauenfußballs in den letzten Saisons.
Auf dem Spielfeld zeigt ein 4-3-3 von Montreuil Atlantique inneren Zusammenhalt. Hohe Außenverteidiger, kurze Spielaufbaupässe und ein Sechser, der Fixierungen vornimmt, um einen Innenflügel zu entlasten. Die Muster bestätigen sich in Statistiken: Serien von zehn Pässen, gewonnenen Zweikampfquoten und Ballgewinne nach Position. Die Logik stimmt, und das ist wertvoll. Doch die Grafik-Verzögerungen zerstören das emotionale Spieltempo.
Die Gruppen-Dynamik-Engine macht weiterhin den Unterschied. Eine gut dosierte Vor-Spiel-Rede beeinflusst die Leistung. Manche Persönlichkeiten erfordern feinfühlige Konkurrenzsteuerung. Das System reagiert kontextsensitiv, was die Simulation eines echten Mannschaftskabinenklimas näherbringt. Das Problem sind erneut technische Hindernisse, die Aufmerksamkeit zerren und das Verständnis trüben.
Am Ende bleibt das Rohmaterial auf hohem Niveau. Der Wert zeigt sich, doch der Zugang wird kompliziert, was langfristige Projektionen auf der PS5 begrenzt.
Grafik und 3D-Engine auf PS5: veraltete Highlights und zu korrigierende Stabilität
Die Grafiken der Spiele sind die größte Enttäuschung. Die Highlights zeigen steife Animationen, ungenaue Kollisionen und schwache Beleuchtung. Auf der PS5 wird flüssige Darstellung erwartet. Doch Bildrateneinbrüche treten bei Witterungseffekten auf. Im Regen wackelt das Bild und die Aktionslesbarkeit bricht ab. Die Immersion sinkt binnen Sekunden.
Der Engine-Wechsel erklärt teilweise die Lage. Unity bietet modulare Tools und breite Kompatibilität, doch die Optimierungskurve ist steil. FM26 bezahlt den Preis zum Launch. Das Rendering der Stadien und Spielfelder ist okay, aber nicht herausragend. Spieler-Modelle zeigen Kantenflimmern. Das allgemeine Gefühl erinnert an eine Vorgängergeneration, trotz der Leistungsfähigkeit der Konsole.
Die Kamerawahl bietet nützliche Perspektiven, aber die Schärfe schwankt. In schnellen Szenen verwischt die Kompression die Orientierung. Pausen stören nicht. Es ist die Konstanz der Bildrate, die das Gesamtbild schwächt. Logisch wäre, dass „erweiterte Ansicht“ oder „Analyst“ das ausgleichen; aber mangelhafte Stabilität limitiert den Nutzen dieser Perspektiven.
Für Montreuil Atlantique zeigten zwei Testspiele Grenzen auf. In der 65. Minute startet ein schneller Gegenstoß. Die Kamera folgt, doch Bewegung ruckelt und die Schlüsselszene wird abgeschnitten. Das Kontrollgefühl verschwindet. Bei einem Titel, in dem jede taktische Anpassung zählt, bedeutet der Verlust der visuellen Spur auch Strategieverlust.
Gezielte Optimierungen könnten die Mehrheit der Probleme beheben: leichtere Wettereffekte, besser abgestimmte dynamische LODs und gestraffte Animationspipelines. Die Entwickler scheinen das Problem zu erkennen. Patchnotizen verweisen auf Stabilitätsfixes. Dennoch sind greifbare Verbesserungen nötig, um Vertrauen zu schaffen.
Zusammenfassend dient die 3D-Engine einer hervorragenden taktischen Basis nicht gut, wo sie diese doch hervorheben sollte.
Technischer Zustand, Patches und Kaufberatung auf PS5: Vorsicht vor der Investition
Die allgemeine Stabilität entspricht noch nicht den Plattformstandards. Abstürze passieren am Spielende oder beim automatischen Speichern. Häufiges Speichern begrenzt die Schäden. Dennoch unterbricht der Abbruch den Spielfluss. Haptisches Feedback hätte durch sensorische Hinweise ausgleichen können. Es bleibt vage, obwohl der DualSense-Controller viel Spielraum bietet.
Auf der PS5 gibt es keinen Zugang wie über Game Pass. Der Vergleich mit Xbox schmälert die Attraktivität des Einstiegspreises. Für Neugierige gilt: Post-Patch-Feedback beobachten. Enthusiasten erhalten ihre Dosis Management. Doch sie akzeptieren eine steilere Lernkurve. Die Enttäuschung entsteht gerade aus dem Gegensatz zwischen Ambition und Vollendung.
Vor dem Kauf sind einige Überprüfungen ratsam. Updates adressieren die Benutzeroberfläche, Grafiken der Spiele und Stabilität der Speicherstände. Verbesserungen der Controller-Navigation sind ebenfalls geplant. Wenn diese realisiert werden, kann FM26 die Konsoledynamik drehen. Die Produktpflege wird den Saisonverlauf bestimmen.
Für Wettbewerbsorientierte kompensiert die taktische Tiefe teilweise die Makel. Lange Karrieren, fokussiert auf Ausbildung und Handel, bleiben spannend. Dagegen leiden kurze, casual Sessions unter Zugriffslatenzen bei Befehlen. Die Benutzererfahrung bevorzugt Durchhalter, die mit FM-Mechaniken vertraut sind.
Montreuil Atlantique zeigt die Abwägung erneut. Der Sportdirektor holte einen vertragslosen Stürmer. Die physischen Werte waren positiv. Der Abschluss erfolgte nach mehreren Bildschirmen. Nach der Integration war der Effekt sofort spürbar. Zwei Tore in drei Testspielen. Das Gameplay-Potenzial bestätigt sich, sofern die ergonomischen Hürden überwunden werden.
Derzeitige Empfehlung: abwarten, Patchnotes lesen und dann entscheiden. Die Qualität der Basis ist es wert, in der Form wiedergefunden zu werden.
Praktische Hinweise zur Optimierung von FM26 auf PS5
Bis Updates erscheinen, helfen einige Einstellungen. Das Deaktivieren bestimmter visueller Effekte reduziert Ruckler im Spiel. Eine geringere Zahl geöffneter Panels erleichtert die Navigation. Der Cursor-Modus sollte gelegentlich verwendet werden, nicht dauerhaft. Das Organisieren von Favoriten in Menüs spart Zeit bei wöchentlichen Routinen.
Diese Maßnahmen beseitigen nicht alle Grenzen, stabilisieren aber die Karriere. Der Fortschritt wird übersichtlicher, die mentale Belastung geringer. In einem Titel dieser Dichte erspart Klarheit Spiele. Mit diesen Tipps umschifft man wesentliche blinde Flecken, bis Patches erscheinen.
Lohnt sich Football Manager 26 auf PS5 sofort zu kaufen?
Nicht für jeden. Die Tiefe der Simulation beeindruckt, doch die verwirrende Benutzeroberfläche, Ruckler in Highlights und gelegentliche Abstürze empfehlen, auf Patches zu warten, wenn die Toleranz für Mängel gering ist.
Sind die Grafiken der Spiele auf PS5 im Jahr 2026 zeitgemäß?
Nein, das Rendering wirkt veraltet und die Flüssigkeit verschlechtert sich bei Regen. Optimierungen sind nötig, um aktuelle Konsolenstandards zu erreichen.
Ist das Gameplay-Herz weiterhin solide?
Ja. Taktik, Scouting, Progression und Daten bleiben exzellent. Das Problem ist vor allem der Zugang zu diesen Systemen über eine nicht optimal an den Controller angepasste Benutzeroberfläche.
Welche Neuerungen überzeugen?
Die Integration des Frauenfußballs ist sorgfältig und fügt sich gut in die Karriere ein. Die Datenbank und statistischen Modelle bleiben eine Referenz für Fußballsimulationen.
